Es gibt Fälle, in denen ein Update von WordPress, Plugins oder Themes scheinbar glatt läuft. Schaut man dann auf seine Webseite, kommt statt den eigentlichen Inhalten nur noch eine weisse Seite – unter WordPress Profis auch „white screen of death“ genannt. 🙂

Was im ersten Moment aussieht, als müsste man man schnell in den Panik-Modus umschalten, ist oftmals garnicht so tragisch, wenn man weiß, wie man das Problem analysieren und beheben kann. Und dazu biete ich euch hier diese Anleitung… also holt euch erstmal einen Kaffee und freut euch, dass euer Blog gleich wieder funktionieren wird! 😉

Wordpress weisser Bildschirm

Der weisse Bildschirm tritt bei WordPress meistens nach Updates auf.

In der Theorie…

Der Hintergrund bei diesem weissen Bildschirm ist in der Regel, dass irgendwo auf der Webseite ein PHP-Fehler auftritt, der allerdings aus Sicherheitsgründen nicht auf der Webseite ausgegeben wird, sondern nur in eine Logdatei geschrieben wird. Die Ausführung der Scripte wird in diesem Moment gestoppt und man bekommt eine leere Seite geliefert.

In der Praxis…

…liegt der Fehler meistens an Plugins, die nicht mehr zur aktualisieren Version von WordPress kompatibel sind. Manchmal ist auch das Theme an dem Fehler verantwortlich, aber in den meisten Fällen kann man ein Plugin ausmachen, dass „zickt“.

Fehlersuche in WordPress

Erste Möglichkeit: WP-Theme defekt?

Wenn bei mir der Fehler mit der weissen Seite auftritt, schalte ich als erstes ein WordPress-Theme ein, bei dem ich sicher bin, dass es keinen Ärger macht. Dies kann zum Beispiel eines der „mitgelieferten“ WordPress-Themes sein, die schon bei WP mitinstalliert werden: Twenty Fifteen, Twenty Fourteen, Twenty Thirteen, etc.

Wenn man das Standard-Theme aktiviert hat und die Startseite des Blogs ist immernoch weiss, dann lag es offensichtlich nicht am Theme und man muss die Fehlersuche auf die Plugins ausdenen.

Zweite Möglichkeit: Ein oder mehrere WP-Plugins sind nicht kompatibel

Um herauszufinden, welche Plugins Probleme bereiten, gehe ich auf den Reiter „Plugins“ im WP-Admin und wähle dort die Listung „Inaktive“. Dies sind die Plugins, die zwar im „plugins“ Ordner liegen, die aber nicht aktiviert sind und damit auch gelöscht werden können. Diese Plugins werfe ich dann mit dem FTP-Programm oder über den WP-Admin raus. Wer mag, kann sie sich per FTP auch in einen Ordner verschieben, den er zum Beispiel „plugin-zum-loeschen“ nennt. Wichtig ist nur, dass sie aus dem Ordner /wp-content/plugins/ entfernt werden.

Alle Plugin-Dateien in einen Ordner „inaktive-plugins“ bewegen

Nun testet man die Webseite abermals. Wenn der white-screen immernoch vorhanden ist, liegt es an einem WP-Plugin, das noch aktiviert ist und im Ordner „plugins“ liegt. Der leichteste Weg, um das zu verifizieren ist, im Verzeichnis „wp-content“ einen neuen Ordner anzulegen, den man „inaktive-plugins“ nennt.

Man kann auch zur Fehlersuche die WordPress Plugins einzeln aus dem Ordner "plugins" in den neuen Ordner "inaktive-plugins" bewegen und dann schauen, ob das Blog wieder funktioniert.

In diesen Ordner zieht man im FTP-Programm nun ALLE Dateien und Ordner, die man im Ordner „plugins“ findet. Auf diese Weise sind mit einem Schlag alle Plugins nicht mehr in WordPress aktiv, aber WordPress „merkt“ sich trotzdem noch, dass sie aktiv waren. Es fehlen nur die entsprechenden Plugin-Dateien. Der Weg mit dem Wegbewegen der Dateien ist auch wichtig, weil manche Plugins mit dem „Deaktivieren“ über den WP-Admin auch ihre MySQL-Tabellen entfernen, was dazu führen würde, dass die Einstellungen des Plugins verloren gehen könnten.

Geht man nun auf das Frontend (zB. die Startseite) des Blogs, dann sollte in jedem Fall etwas erscheinen. Ohne Zweifel wird es anders aussehen als „normal“, da ja alle Zusatzfunktionen der Plugins entfernt wurden. Aber wir wissen nun wenigstens schon, dass eines der Plugins für den „Zauber“ verantwortlich ist.

Plugins nach und nach wieder aktivieren

Am einfachsten bekommt man heraus, welches Plugin den Fehler produziert, indem man nach und nach jeden Plugin-Ordner (wie „akismet“, etc) aus dem Ordner „inaktive-plugins“ in den Ordner „plugins“ bewegt. Nach jedem Verschieben prüft man die Startseite des Blogs. Bei einem Plugin wird wieder nur eine weisse Seite erscheinen und dann hat man den Übeltäter gefunden.

Wenn man auf das Plugin nicht verzichten kann, sollte man eine Alternative dazu suchen oder sich zur Not eine Reparatur des Plugins leisten. Wenn man es nicht dringend benötigt, wirft man es einfach dauerhaft aus dem „plugin“-Ordner und läßt seinen Blog ohne dieses Plugin laufen.

Professionelle Hilfe möglich

Für alle Blogger, die bei den Begriffen PHP und FTP nur „LMAA“ denken: Ich biete meine Hilfe bei der Fehlersuche und Reparatur von WordPress-Installationen an. Schaut einfach auf meiner Seite „WordPress-Hilfe“ für Details.